Hauspflegestation Barmbek-Uhlenhorst

Unsere Pflegequalität ist geprüft

Nach intensiver Vorbereitung und Prüfung wurde uns 2004 das Diakonie-Siegel: Pflege und 2005 das DIN EN ISO 9001 Zertifikat durch die externe Prüfinstitution EQ ZERT zuerkannt.
Unsere Aufgabe war es dabei, die hohen Anforderungen des Diakonie-Siegels in betrieblichen Regelungen zu beschreiben, die Umsetzung nachzuweisen und durch geeignete Aufzeichnungen und Kontrollen prüfbar zu machen. Federführend hat diesen internen Prozess unser Qualitätsmanagementbeauftragter Herr Jens-Peter Schröder gestaltet.

Diakonie Siegel Pflege ISO 9001

Die viele Arbeit hat sich gelohnt. In zahlreichen Arbeitsgruppen haben wir unsere betrieblichen Abläufe festgehalten, mit allen Beteiligten abgestimmt und dabei jeweils überprüft, ob die Regelungen mit unserem Leitbild, unseren Qualitätszielen und unserem Pflegekonzept übereinstimmen. Dieser intensive Abstimmungsprozess aller Beteiligten hat zu einem hohen Grad der Identifikation und zu einem eng verzahnten gemeinsamen Handeln geführt, das viel Kraft und Zeit spart. Kurz: Wir sind gut organisiert, verbindlich und klar, transparent und verlässlich.

Was haben nun aber konkret unsere KundInnen davon, dass wir ein Qualitätssiegel haben?

Wir sind gut organisiert, gut informiert, gut erreichbar und bieten eine hohe Transparenz.

Wir arbeiten sehr wirtschaftlich und nicht gewinnorientiert, weil wir eine gemeinnützige Einrichtung sind. Unsere gute Organisation kommt der Arbeit zu Gute. So gehören wir zu den Einrichtungen, die rund um die Uhr persönlich mit Leitungskräften erreichbar ist. Wir können viele Wege ebnen, weil wir sie kennen und das Vertrauen der Kostenträger genießen. Wir haben viel Erfahrung, die wir auch gezielt nutzen. Wir sind gut informiert oder machen uns schlau für Sie. Unser Wissen, unsere Erfahrung und unsere Informationen teilen wir mit unseren KollegInnen und KundInnen.

Fortbildung ist nicht lästig – wir kennen keinen Alltagstrott.

Die Regelungen im Qualitätssiegel sind darauf ausgerichtet, dass sich alle Arbeitsprozesse den sich ständig verändernden Anforderungen anpassen. Dazu wurden Verfahren entwickelt, die notwendige Veränderungen und Verbesserungen erkennbar machen, Zuständigkeiten festlegen und den Informationsfluss für alle Beteiligten aufzeigen. Dieser Kreislauf funktioniert und deshalb sind wir in unserer Arbeit zielgerichtet, schnell, aktuell und gut informiert – aber immer auch menschlich und zugewandt.
Dazu gehören auch ambitionierte MitarbeiterInnen, die gut fortgebildet sind. Wir planen die Fortbildungsveranstaltungen vorausschauend und umfangreich zu den verschiedensten Themen. Mit über 1000 Stunden im Jahr weisen wir einen hohen Standard nach. Ein wichtiger Schwerpunkt sind unsere pflegefachlichen Themen wie modernes Wundmanagement, Diabetes, Lagerung nach Bobath etc.

Auch wir machen Fehler und es gibt auch mal Beschwerden.

Aber: Fehler dürfen nicht unter den Teppich gekehrt werden und Beschwerden werden ernst genommen.
Wir haben einen guten Umgang mit Fehlern und Beschwerden eingeführt, der sicherstellt, dass wir aus Fehlern lernen, um sie künftig zu vermeiden und um weiteren Beschwerden vorzubeugen. Hierbei wird jede Beschwerde tatsächlich schriftlich aufgenommen, sachlich bearbeitet und, soweit irgend möglich, auch die Ursache behoben. Ein extra Ausschuss wertet regelmäßig alle Beschwerden aus und legt dann fest, auf welchen Feldern der Arbeit Verbesserungen angezeigt sind, damit sich z.B. wiederholende Beschwerden reduzieren.

Auf das Ergebnis kommt es an

Wurden in der Vergangenheit die Einrichtungen selbst mehr geprüft, hat sich inzwischen der Blick mehr zu den KundInnen gewendet. Das ist auch gut so, denn es kommt ja darauf an, dass die direkte Pflege zu einer guten Versorgung führt. In vielen Pflegevisiten überprüfen wir selbst schon mit unserer leitenden Pflegekraft die Pflegeleistung unserer MitarbeiterInnen, um Verbesserungen zu besprechen, die Zufriedenheit der KundInnen zu erfragen und um zu beraten. Sicherlich entdecken wir immer wieder Dinge die man verbessern kann. Aber wir sehen auch, dass wir auf einem guten Niveau pflegen und gute MitarbeiterInnen haben, die auch offen sind, sich immer wieder fortbilden zu lassen.

Prüfungen und Transparenzbericht

Wenn man der Presse glaubt, dann fördert der Medizinische Dienst der Krankenkasse in seinen Prüfungen regelmäßig ungeheuerliche Missstände zutage. Dadurch sind in letzten Jahren große Verunsicherung und viel Misstrauen entstanden. Wir sind sehr dafür, dass durch unangemeldete Kontrollen und die Veröffentlichung aller Prüfberichte (nicht nur der negativen!) mehr Übersicht für die Betroffenen entsteht, Vertrauen wieder wächst und auch die MitarbeiterInnen endlich wieder von dem Generalverdacht der schlechten Pflege befreit werden. Folge dieser intensiven Prüfungstätigkeit ist allerdings heute schon, dass immer umfangreicher dokumentiert werden muss. Geprüft werden können ja nur die Momentaufnahme bei 10% unserer KundInnen am Prüfungstag und die schriftlichen Aufzeichnungen der Pflegedokumentation für die Vergangenheit. Nur was hier gut, vollständig und nachvollziehbar aufgeschrieben ist, das zählt – alles was nicht dokumentiert ist, gilt für die Prüfer als nicht durchgeführt. So entsteht schnell der Eindruck in der täglichen Pflege, dass viel zu viel Zeit mit Schreiben verbraucht wird und manch schlechte Note basiert allein auf „nicht nachvollziehbaren“ Aufzeichnungen, nicht auf der tatsächlichen Pflegequalität. Ein Dilemma für die Prüfer und die Pflege - ein Mittelweg ist noch nicht so richtig erkennbar. Die Reform des Pflegeversicherungsgesetzes sieht nun jährliche unangemeldete Kontrollen aller Heime und Dienste vor. Die Berichte sind in „lesbarer“ Form veröffentlicht. Das ist ein schwieriges Unterfangen, denn so ein Prüfbericht ist derzeit nur durch Fachleute richtig zu beurteilen und zu bewerten.
Unser Ergebnis finden Sie unter www.pflegelotse.de.

Die oben genannten Beispiele sollen zeigen, dass sich die Qualitätsarbeit in unserer Einrichtung direkt auf die Pflegesituation auswirkt.

Fahhrad Katze